Website Kosten Bayern: Preis-Guide für KMUs

13 min Lesezeit

Moin,

die Frage nach Website-Kosten ist ein bisschen wie die Frage nach dem Preis eines Autos. Kommt drauf an. Willst Du einen Dacia oder einen Porsche? Und brauchst Du überhaupt einen Porsche, oder reicht der Dacia völlig aus?

Ich erlebe das ständig. Geschäftsführer rufen an, fragen nach dem Preis, und erwarten eine Zahl. Aber so funktioniert das nicht. Nicht weil ich mich drücken will, sondern weil die Spanne real ist. Ein Handwerksbetrieb in Fürth braucht etwas völlig anderes als ein Maschinenbauer in Erlangen mit internationalem Vertrieb.

Also lass uns das mal aufdröseln.

Die ehrliche Preisspanne

In Bayern zahlst Du für eine professionelle Website irgendwo zwischen 2.500 und 25.000 Euro. Das klingt nach einer riesigen Spanne, und das ist sie auch. Aber sie erklärt sich.

Am unteren Ende bekommst Du eine solide WordPress-Seite. Fünf bis zehn Unterseiten, responsives Design, Kontaktformular, fertig. Das reicht für viele Dienstleister völlig aus. Am oberen Ende steht ein kompletter Online-Shop mit Warenwirtschaftsanbindung, Mehrsprachigkeit und Custom-Funktionen, die es so nicht von der Stange gibt.

München ist teurer als Fürth. Das überrascht niemanden. Münchner Agenturen kalkulieren 15 bis 20 Prozent höher. Aber das bedeutet nicht automatisch, dass Du in München bessere Ergebnisse bekommst. Es bedeutet nur, dass die Mieten höher sind.

Was Du wirklich brauchst

Hier wird es interessant. Denn die meisten Unternehmen kaufen zu viel. Nicht weil sie es brauchen, sondern weil ihnen jemand eingeredet hat, dass sie es brauchen.

Ein Baukastensystem wie Jimdo oder Wix kostet Dich 100 bis 500 Euro im Jahr. Für ein Yoga-Studio in Würzburg reicht das oft völlig. Die Einschränkungen merkst Du erst, wenn Du wachsen willst. Dann sitzt Du in einem System, aus dem Du nicht mehr rauskommst, und musst von vorne anfangen.

WordPress mit professioneller Entwicklung kostet zwischen 3.000 und 8.000 Euro. Das ist der Sweet Spot für die meisten bayerischen KMUs. Du bekommst Flexibilität, kannst später erweitern, und bist nicht an einen Anbieter gekettet. Die Dateien gehören Dir.

Custom-Entwicklung ab 10.000 Euro aufwärts macht nur Sinn, wenn WordPress wirklich nicht reicht. Wenn Du spezielle Schnittstellen brauchst, komplexe Berechnungen, oder Funktionen, die kein Plugin abdeckt. Ich sage es ungern, aber die meisten brauchen das nicht.

Die versteckten Kosten

Das ist der Teil, den viele vergessen. Die Website ist gebaut, der Champagner geöffnet, und dann kommt die Rechnung für alles andere.

Stockfotos kosten Geld. Ein ordentliches Jahresabo liegt bei 300 bis 500 Euro. Einzelbilder zwischen 10 und 50 Euro pro Stück. Oder Du investierst einmal in ein professionelles Fotoshooting für 800 bis 1.500 Euro und hast Material, das wirklich zu Dir passt.

Plugins und Lizenzen summieren sich. Ein Premium-Theme kostet 50 bis 200 Euro. SEO-Tools wie RankMath Pro 60 Euro im Jahr. Backup-Lösungen nochmal 70 bis 150 Euro. Klingt nach Kleinigkeiten, aber bei zehn Plugins bist Du schnell bei 500 Euro jährlich.

Und dann die Änderungswünsche nach Projektabschluss. Jede Stunde kostet. In München zahlst Du 100 bis 150 Euro, in Fürth vielleicht 70 bis 100 Euro. Deshalb lohnt es sich, vorher genau zu überlegen, was Du willst. Jede Korrekturschleife, die Du sparst, spart bares Geld.

Freelancer oder Agentur?

Bayern hat eine starke Freelancer-Szene. Besonders in den Uni-Städten. Wir sind 30 bis 40 Prozent günstiger als Agenturen. Nicht weil wir schlechter sind, sondern weil wir keinen Overhead haben. Keine Büroräume im Glockenbachviertel, keine Projektmanager, die Meetings planen.

Der Vorteil bei Freelancern: Du redest direkt mit dem, der die Arbeit macht. Keine Stille Post über drei Ebenen. Wenn Du sagst, der Button soll grün sein, wird er grün. Nicht blau, weil das dem Junior-Designer besser gefallen hat.

Der Nachteil: Wenn ich krank bin, liegt Dein Projekt. Bei einer Agentur springt jemand anders ein. Für zeitkritische Projekte kann das relevant sein.

Für die meisten KMUs ist ein Freelancer die bessere Wahl. Du zahlst weniger und bekommst direktere Kommunikation. Aber ich bin da natürlich befangen.

Der Digital Bonus Bayern

Das solltest Du wissen: Der Freistaat bezuschusst Digitalisierungsmaßnahmen mit bis zu 10.000 Euro. Die Förderquote liegt bei 50 Prozent. Das heißt, eine Website für 6.000 Euro kostet Dich effektiv 3.000 Euro.

Berechtigt sind Unternehmen mit maximal 50 Mitarbeitern. Der Antrag muss vor Projektbeginn gestellt werden. Das ist wichtig. Erst Antrag, dann Auftrag. Wer das umdreht, verliert den Anspruch.

Die IHK berät kostenlos. Ich sage das ungern, weil es nach Behördengang klingt. Aber die paar Stunden können sich lohnen.

Was eine vernünftige Investition ist

Meine Faustformel: 1 bis 2 Prozent des Jahresumsatzes für die digitale Präsenz. Bei 500.000 Euro Umsatz sind das 5.000 bis 10.000 Euro. Das klingt nach viel, aber eine Website ist keine Ausgabe, die verpufft. Sie arbeitet für Dich, 24 Stunden am Tag.

Für Startups und Einzelunternehmer mit kleinem Budget empfehle ich: Fang klein an. Eine solide Landingpage für 2.000 Euro reicht zum Start. Wenn das Geschäft wächst, wächst die Website mit. Besser eine schlanke Seite, die funktioniert, als ein aufgeblasenes Monster, das niemand pflegt.

Für etablierte KMUs mit 5 bis 50 Mitarbeitern liegt der Sweet Spot bei 4.000 bis 8.000 Euro. Individuelles WordPress, ordentliches Design, SEO-Grundlagen, fertig. Das amortisiert sich in der Regel innerhalb von 12 bis 18 Monaten durch bessere Sichtbarkeit und mehr Anfragen.

Wer Richtung E-Commerce geht, muss tiefer in die Tasche greifen. Ein vernünftiger WooCommerce-Shop startet bei 8.000 Euro. Alles darunter wird erfahrungsgemäß zum Problem, weil irgendwo gespart wurde, wo man nicht sparen sollte.

Der eigentliche Punkt

Kosten sind wichtig. Aber sie sind nicht alles. Eine billige Website, die nicht funktioniert, ist teurer als eine teure, die Kunden bringt.

Ich habe Kunden gesehen, die 15.000 Euro für eine Website ausgegeben haben und sich gewundert haben, warum nichts passiert. Und ich habe Kunden gesehen, die mit 4.000 Euro ihren Umsatz verdoppelt haben. Der Unterschied lag nicht am Preis. Er lag daran, ob die Website für das Unternehmen gemacht wurde oder für den Designer.

Die richtige Frage ist nicht: Was kostet eine Website? Die richtige Frage ist: Was soll die Website für mich erreichen? Und dann: Welche Investition ist dafür angemessen?

Wenn Du das beantwortet hast, wird der Rest einfacher.

Cheers,
Rafael

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