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Preisvergleich

Webdesign Preise vergleichen: Freelancer, Agentur, Baukasten

Was kostet eine Website wirklich, und woher kommen die Preisunterschiede? Ein ehrlicher Vergleich mit Zahlen, Beispielpaketen und Qualitätskriterien.

Kurz gefasst

Webdesign kostet je nach Anbieter zwischen 0 und 50.000 Euro. Baukastensysteme starten bei 10 Euro pro Monat, Freelancer arbeiten mit Stundensätzen von 60 bis 120 Euro, Agenturen rufen 90 bis 200 Euro auf. Eine zehnseitige Business-Website liegt typischerweise zwischen 2.500 und 15.000 Euro, abhängig von Anspruch, Technik und Betreuung.

Wer Webdesign-Preise vergleicht, vergleicht selten Äpfel mit Äpfeln. Eine Website für 500 Euro und eine für 15.000 Euro können auf den ersten Blick ähnlich aussehen, aber dahinter stehen völlig unterschiedliche Prozesse, Qualitätsniveaus und Folgekosten. Damit du nicht nach Bauchgefühl entscheidest, hier ein nüchterner Überblick: Was zahlst du wo, was bekommst du dafür, und wann lohnt sich welcher Weg.

Die drei Hauptmodelle: Baukasten, Freelancer, Agentur

Im Webdesign-Markt konkurrieren drei Anbietertypen miteinander, und sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern in der gesamten Arbeitsweise. Wer das versteht, vergleicht ehrlicher.

Ein Baukastensystem wie Wix, Squarespace oder Jimdo kostet zwischen 10 und 50 Euro im Monat. Du klickst dir die Seite selbst zusammen, nutzt vorgefertigte Templates und brauchst weder Designer noch Entwickler. Für ein Hobbyprojekt, eine kleine Visitenkartenseite oder einen Testballon reicht das. Laut w3techs.com sind Baukästen und gehostete CMS weltweit für einen relevanten Teil aller Websites verantwortlich, das spricht für den Use Case, aber nicht für jeden Use Case.

Ein Freelancer arbeitet meist mit einem Stundensatz von 60 bis 120 Euro netto oder bietet einen Pauschalpreis pro Projekt an. Du bekommst eine Person, einen Ansprechpartner, kürzere Wege und in der Regel ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, weil kein Overhead bezahlt werden muss. Wer einen Freelancer sucht, findet bei freelance-webdesigner-beauftragen eine Einordnung dazu, worauf du beim Auswahlprozess achten solltest.

Eine Agentur ruft Stundensätze zwischen 90 und 200 Euro auf. Dafür bekommst du ein Team aus Strategie, Design, Entwicklung und Projektleitung. Sinnvoll bei größeren Projekten ab etwa 15.000 Euro Budget, bei komplexen Stakeholder-Strukturen oder wenn du laufende Betreuung über mehrere Jahre planst.

Stundensatz oder Pauschalpreis: Was ist fairer?

Die Abrechnungsform sagt mehr über die Risikoverteilung als über den Endpreis. Beim Stundensatz trägst du das Risiko, dass das Projekt länger dauert. Beim Pauschalpreis trägt es der Anbieter, was er sich entsprechend einpreist.

Ein erfahrener Freelancer mit 90 Euro Stundensatz braucht für eine fünfseitige Website vielleicht 30 Stunden, also 2.700 Euro. Ein günstiger Anbieter mit 50 Euro Stundensatz braucht für das gleiche Ergebnis 60 Stunden, also 3.000 Euro. Der höhere Stundensatz war am Ende günstiger und der Output besser. Stundensätze isoliert zu vergleichen ist deshalb wenig aussagekräftig.

Pauschalpreise wirken transparenter, sind aber nur dann verlässlich, wenn das Briefing wirklich vollständig ist. Sobald Änderungen kommen, neue Seiten, andere Funktionen, eine zweite Sprache, kommen Nachträge. Frag immer aktiv nach: Was ist enthalten, was kostet extra, wie viele Korrekturschleifen, wie viele Inhaltsseiten? Eine ausführliche Aufschlüsselung dazu findest du auch unter website-erstellen-lassen-kosten.

Eine Mischform funktioniert in der Praxis oft am besten: Pauschalpreis für den definierten Scope, Stundensatz für alles, was darüber hinausgeht. Das gibt beiden Seiten Planungssicherheit.

Qualitätsunterschiede, die du im Angebot nicht siehst

Zwei Angebote über 5.000 Euro können qualitativ Welten auseinanderliegen, und der Unterschied steckt nicht im PDF. Er steckt im Prozess, im Code, in der Wartbarkeit.

Ein günstiges Angebot enthält oft ein gekauftes Template, Standard-Plugins, keine eigene Bildsprache, keine echten Texte. Du bekommst eine Hülle, die du selbst füllen sollst. Ein besseres Angebot enthält Workshop, Wireframes, individuelles Design, sauberen Code, Performance-Optimierung, SEO-Grundlagen, redaktionelle Begleitung. Beides nennt sich Webdesign, aber das eine ist Konfiguration, das andere ist Konzeption.

Achte auf weiche Signale: Wie wird kommuniziert? Werden Fragen gestellt oder nur abgenickt? Werden Referenzen gezeigt, die nach zwei Jahren noch online und schnell sind? Eine Website ohne Performance-Tuning verliert laut Google-Daten zu Core Web Vitals messbar Conversion. Wer das im Angebot nicht erwähnt, hat es vermutlich auch nicht eingeplant.

Frag konkret: Wie wird mit Barrierefreiheit umgegangen, welche Ladezeiten werden zugesichert, gibt es ein CMS, in dem du selbst Inhalte pflegen kannst, ohne den Anbieter anrufen zu müssen?

Beispielpakete: Was kostet was in der Praxis

Drei typische Preisklassen, drei realistische Leistungsumfänge. Die Zahlen sind Marktdurchschnitte aus dem deutschsprachigen Raum, keine Listenpreise.

Paket Klein, 1.500 bis 3.500 Euro: One-Pager oder Website mit drei bis fünf Seiten, Template-basiert oder leicht individualisiert, mobile-optimiert, einfaches CMS, Kontaktformular, Impressum und Datenschutz. Geeignet für Selbstständige, kleine lokale Anbieter, Vereine. Umsetzungszeit meist zwei bis vier Wochen.

Paket Mittel, 4.000 bis 9.000 Euro: Acht bis zwölf Seiten, individuelles Design, eigene Bildsprache, redaktionelle Mitarbeit, SEO-Grundlagen, Performance-Optimierung, ein bis zwei Sprachen, Tracking-Setup. Geeignet für KMU, Beratungsunternehmen, Handwerksbetriebe mit Anspruch. Umsetzungszeit vier bis acht Wochen.

Paket Groß, ab 12.000 Euro: Strategie-Workshop, ausführliches Konzept, individuelles Design-System, komplexe Funktionen wie Buchung, Shop oder Kundenbereich, mehrsprachig, Conversion-Optimierung, ausführliche SEO-Arbeit, Schulung und längere Betreuung. Umsetzungszeit zwei bis sechs Monate.

Dazu kommen monatliche Kosten zwischen 15 und 200 Euro für Hosting, Domain, Wartung und gegebenenfalls Support. Wer WordPress nutzt, sollte zusätzlich 200 bis 500 Euro im Jahr für Premium-Plugins und sicherheitsrelevante Updates einplanen.

ROI: Wann rechnet sich welcher Preis?

Eine Website ist kein Kostenposten, sondern eine Investition mit messbarem Rückfluss, wenn sie richtig gemacht ist. Genau hier entscheidet sich, ob ein 500-Euro-Angebot günstig oder teuer war.

Rechne ehrlich: Wenn deine Website einen einzigen Kunden pro Monat zusätzlich bringt, der bei dir 500 Euro Marge lässt, hat sich eine 5.000-Euro-Website nach zehn Monaten amortisiert. Bringt sie keinen Kunden, war auch die Baukastenseite für 30 Euro im Monat zu teuer, weil sie schlicht nichts beigetragen hat.

Der ROI hängt an drei Hebeln: Sichtbarkeit über Suchmaschinen, Vertrauen durch Gestaltung und Inhalte, Conversion durch klare Nutzerführung. Ein Baukastensystem deckt den ersten Hebel nur eingeschränkt ab, weil technische SEO oft begrenzt ist. Ein guter Freelancer oder eine gute Agentur arbeitet auf allen drei Hebeln gleichzeitig.

Wenn du nicht weißt, ob deine Website Geld verdient oder nur existiert, ist der Preisvergleich Theorie. Definier vorher, was die Seite konkret leisten soll: Anfragen, Bewerbungen, Verkäufe, Termine. Daran misst du das Angebot, nicht am Stundensatz.

Checkliste

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Preise für Webdesign?

Die Spanne ist groß: Baukastensysteme starten bei 10 bis 30 Euro pro Monat, einfache Freelancer-Projekte beginnen bei 1.500 Euro, mittlere Business-Websites kosten 3.000 bis 8.000 Euro. Agenturprojekte liegen schnell bei 10.000 bis 50.000 Euro. Stundensätze bewegen sich zwischen 60 und 200 Euro netto.

Was kostet eine 10-seitige Webseite?

Eine zehnseitige Website kostet bei einem Freelancer typischerweise 2.500 bis 6.000 Euro, bei einer Agentur 6.000 bis 15.000 Euro. Mit einem Baukastensystem und Eigenarbeit kommst du auf 200 bis 500 Euro pro Jahr inklusive Hosting, ohne Konzeptions- und Textarbeit.

Was kostet eine Website mit 10 Seiten?

Bei zehn echten Inhaltsseiten mit individueller Gestaltung, mobiler Optimierung und CMS-Anbindung solltest du mit 3.000 bis 10.000 Euro rechnen. Aufpreise entstehen durch mehrsprachige Inhalte, individuelle Funktionen, Animationen oder eine angebundene Buchungs- und Shop-Logik.

Was kostet eine sehr gute Website?

Eine wirklich gute Website, also strategisch geplant, sauber gestaltet, technisch schnell und SEO-fit, beginnt realistisch bei 5.000 Euro und reicht bei mittelständischen Projekten bis 30.000 Euro. Entscheidend ist nicht die Seitenzahl, sondern die Tiefe von Konzept, Texten und Conversion-Logik.

Was kostet eine Website monatlich?

Die laufenden Kosten liegen meist zwischen 10 und 200 Euro pro Monat. Darin enthalten sind Hosting (5 bis 50 Euro), Domain (1 bis 2 Euro), Wartung und Updates sowie optional Support, SEO-Betreuung oder Content-Pflege. Baukastensysteme bündeln das in einer Monatsgebühr.

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Zuletzt aktualisiert: 20. Mai 2026