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Ratgeber Preise

Website erstellen lassen: Kosten ehrlich erklärt

Was eine Website wirklich kostet, hängt von Leistungsumfang, Design und Wartung ab. Hier siehst du, wo das Geld hingeht und wo nicht.

Kurz gefasst

Eine Website erstellen lassen kostet je nach Umfang zwischen 500 und 25.000 Euro. Einfache One-Pager starten bei 500 bis 2.000 Euro, klassische Unternehmensseiten mit CMS liegen bei 3.000 bis 8.000 Euro, individuelle Projekte mit Shop oder Custom Design ab 10.000 Euro. Dazu kommen monatlich 20 bis 200 Euro für Hosting und Wartung.

Wenn du eine Website erstellen lassen willst, ist die erste Frage fast immer: Was kostet das? Und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt drauf an. Das ist keine Ausrede, sondern die Realität. Eine Visitenkarten-Seite mit drei Unterseiten ist nicht vergleichbar mit einem Shop, einem Buchungssystem oder einem Magazin mit 80 Artikeln.

Trotzdem lässt sich der Preisrahmen sauber eingrenzen, wenn du weißt, woraus sich der Preis zusammensetzt. Genau darum geht es hier. Keine Pauschalen, keine Werbung, sondern Zahlen, die du auch in Angeboten wiederfindest.

Preisrahmen nach Projekttyp

Die meisten Websites in Deutschland kosten zwischen 1.500 und 15.000 Euro. Wer darüber oder darunter liegt, hat meist einen guten Grund dafür, oder einen schlechten.

Hier die typischen Größenordnungen, wie sie sich am Markt 2024 und 2025 eingependelt haben:

Ein One-Pager mit modernem Design, Kontaktformular und mobiler Optimierung liegt zwischen 500 und 2.000 Euro. Das reicht für Selbstständige, kleine Restaurants oder eine Landingpage für ein Side-Project.

Eine klassische Unternehmenswebsite mit 5 bis 15 Unterseiten, CMS-Anbindung, Blog und individuellem Design bewegt sich zwischen 3.000 und 8.000 Euro. Das ist der häufigste Fall bei kleinen und mittleren Unternehmen.

Größere Projekte mit Shop, Mitgliederbereich, Mehrsprachigkeit oder individuellen Funktionen starten bei 10.000 Euro und gehen schnell in den fünfstelligen Bereich. Bei E-Commerce-Lösungen mit Warenwirtschaft oder Schnittstellen sind 25.000 bis 60.000 Euro keine Seltenheit, das bestätigt unter anderem der BVDW-Vergütungsleitfaden.

Bei einem Baukasten wie WordPress.com, IONOS oder Strato bist du theoretisch ab 10 Euro im Monat dabei. Nur baust du sie dann selbst, und genau das ist die unsichtbare Rechnung: deine Zeit.

Was den Preis am Ende wirklich bestimmt

Der Preis ergibt sich aus fünf Faktoren: Leistungsumfang, Design, CMS, Inhalte und Wartung. Wer einen davon weglässt, bekommt entweder ein Loch im Projekt oder eine Nachrechnung.

Der Leistungsumfang ist der wichtigste Hebel. Eine Seite, bei der du Texte, Bilder und Struktur lieferst, ist deutlich günstiger als eine Seite, für die jemand erst Konzept, Copywriting und Fotoshooting organisiert. Allein professionelle Texte kosten zwischen 80 und 200 Euro pro Seite.

Beim Design entscheidet, ob du ein Template anpasst oder ein eigenes UI bekommst. Ein Custom Design in Figma mit zwei bis drei Revisionsrunden schlägt mit 1.500 bis 5.000 Euro zu Buche. Ein angepasstes Template liegt bei 300 bis 1.000 Euro.

Das CMS beeinflusst nicht nur den Initialpreis, sondern alle Folgekosten. WordPress ist nach wie vor das meistgenutzte CMS weltweit, laut W3Techs auf über 40 Prozent aller Websites. Custom Development ist teurer im Bau, aber flexibler in der Pflege.

Die Wartung wird gerne vergessen. Updates, Backups, Sicherheits-Patches und kleine Anpassungen kosten realistisch 30 bis 200 Euro pro Monat. Ohne Wartung wird jede Website nach 12 bis 24 Monaten zum Sicherheitsrisiko.

Agentur, Freelancer oder Baukasten

Eine Agentur kostet zwei- bis dreimal so viel wie ein Freelancer, ein Baukasten kostet dich vor allem Zeit. Welche Variante passt, hängt von Budget, Komplexität und davon ab, wie viel du selbst machen willst.

Agenturen rechnen mit Stundensätzen zwischen 90 und 180 Euro. Du bekommst ein Team: Projektleitung, Design, Entwicklung, manchmal Texter und SEO. Sinnvoll bei großen Projekten, ab etwa 15.000 Euro. Darunter zahlst du viel für Overhead.

Freelancer liegen bei Stundensätzen zwischen 60 und 120 Euro. Du sprichst direkt mit der Person, die baut. Weniger Reibung, weniger Meetings, oft schnellere Entscheidungen. Der Nachteil: weniger Redundanz, wenn jemand krank wird oder im Urlaub ist.

Baukästen wie Wix, Squarespace oder Jimdo kosten 10 bis 40 Euro im Monat. Du baust selbst, was bei einer 5-Seiten-Website ungefähr 20 bis 40 Stunden bedeutet. Wenn deine Stunde 80 Euro wert ist, hast du also versteckte Kosten von 1.600 bis 3.200 Euro in deiner eigenen Arbeitszeit.

Ein realistisches Beispielprojekt: Eine Steuerberaterin in Nürnberg lässt eine Website mit 8 Unterseiten, individuellem Design und WordPress-CMS bauen. Beim Freelancer liegt das bei 4.500 Euro, bei einer Mittelstandsagentur bei 9.500 Euro, im Baukasten bei 0 Euro Honorar plus 35 eigene Stunden.

Versteckte Kosten, die selten im Angebot stehen

Die meisten Angebote zeigen nur die Erstellungskosten. Was später kommt, steht im Kleingedruckten oder gar nicht.

Domain und Hosting sind die offensichtlichen Posten: 1 bis 2 Euro pro Monat für die Domain, 5 bis 50 Euro für gutes Hosting. Bei deutschen Anbietern wie Hetzner, All-Inkl oder Mittwald bekommst du solide Tarife ab 8 Euro.

Plugin-Lizenzen kosten oft 50 bis 300 Euro pro Jahr. Premium-Themes, Formular-Plugins, SEO-Tools, Backup-Lösungen, Cookie-Banner. Schnell sind 200 Euro jährlich weg, ohne dass du es gemerkt hast.

Inhalte sind der größte unterschätzte Posten. Stockfotos, eigene Bilder, Textüberarbeitung, Übersetzungen. Plane 500 bis 3.000 Euro extra ein, je nach Anspruch.

Rechtliches wird auch gern übersehen. Ein anwaltlich geprüftes Impressum mit Datenschutzerklärung kostet 100 bis 500 Euro, je nach Komplexität. Bei Shops oder Newslettern eher mehr.

Änderungen nach Launch sind der Klassiker. Was im ersten Angebot fehlt, wird später nach Stundensatz abgerechnet. Frag immer nach, was im Pauschalpreis enthalten ist und was nicht.

Wie du ein faires Angebot erkennst

Ein gutes Angebot ist konkret, transparent und schließt nichts Wichtiges aus. Wenn der Preis verdächtig niedrig ist, fehlt meist etwas, das du später teuer dazukaufst.

Achte auf eine klare Leistungsbeschreibung. Wie viele Seiten, welches CMS, wie viele Revisionsrunden, wer liefert Texte und Bilder. Wenn das nicht im Angebot steht, wird es teurer.

Frag nach dem Stundensatz für Nacharbeiten. 80 bis 120 Euro sind branchenüblich. Wenn das nirgendwo dokumentiert ist, kannst du böse Überraschungen erleben.

Schau dir Referenzen an. Nicht nur Screenshots, sondern echte Seiten, die seit mindestens einem Jahr live sind. Lade die Seite auf dem Handy, prüfe Ladezeit, schau in den Footer.

Frag nach Eigentum am Code und Design. Manche Anbieter behalten Rechte oder binden dich an proprietäre Systeme. Sauber ist: Du bekommst Domain, Hosting-Zugänge, Code und Design-Dateien. Punkt.

Und zum Schluss: Wenn dir jemand eine professionelle Website für 299 Euro verspricht, ist das entweder ein Baukasten-Template mit deinem Logo drauf oder jemand, der mit seiner Arbeit nicht lange durchhält. Beides ist keine gute Basis für etwas, das dein Unternehmen die nächsten fünf Jahre nach außen vertreten soll.

So funktioniert es

  1. Ziel und Umfang klären

    Wie viele Seiten, welche Funktionen, welches Publikum. Ohne diese Antworten ist jede Preisangabe Glaskugel.

  2. Leistungsumfang definieren

    Design, Texte, Fotos, SEO, Wartung. Lege fest, was du selbst lieferst und was nicht.

  3. Angebote vergleichen

    Hol mindestens drei Angebote ein. Achte auf Stundensätze, Pauschalen und was nicht im Preis steht.

  4. CMS und Technik festlegen

    WordPress, Custom, oder Baukasten. Die Wahl bestimmt Folgekosten und Flexibilität.

  5. Wartung und Hosting einplanen

    Eine Website ist kein Möbelstück. Plane laufende Kosten von Anfang an ein.

Checkliste

Häufige Fragen

Was kostet eine Website mit 10 Seiten?

Eine Website mit 10 Unterseiten kostet bei einem Freelancer meist zwischen 2.500 und 6.000 Euro, bei einer Agentur zwischen 6.000 und 15.000 Euro. Der Preis hängt stark davon ab, ob du Texte und Bilder lieferst und wie individuell das Design sein soll.

Was ist der Unterschied zwischen Homepage und Website?

Die Homepage ist die Startseite einer Website. Die Website ist das gesamte Konstrukt aus Startseite, Unterseiten, Blog und Kontakt. Im deutschen Sprachgebrauch werden beide Begriffe oft synonym verwendet, technisch ist die Homepage aber nur ein Teil der Website.

Wie viel kostet es, eine Webseite zu machen?

Selbst gebaut über einen Baukasten wie WordPress.com oder ähnliches kostet eine Webseite ab etwa 10 Euro im Monat. Lässt du sie professionell erstellen, beginnen die Preise bei rund 500 Euro für einen schlichten One-Pager und gehen bei komplexen Projekten in den fünfstelligen Bereich.

Wie teuer ist eine gute Website?

Eine gute Unternehmenswebsite mit eigenem Design, CMS, sauberem Code und SEO-Grundlagen liegt realistisch zwischen 3.000 und 10.000 Euro. Darunter wird es schwierig, alle Bereiche ernsthaft abzudecken. Darüber zahlst du meist für Sonderfunktionen, Mehrsprachigkeit oder umfangreiche Inhalte.

Was kostet eine Website monatlich?

Laufende Kosten setzen sich aus Hosting (5 bis 50 Euro), Domain (1 bis 2 Euro), eventuellen Plugin-Lizenzen (0 bis 30 Euro) und Wartung zusammen. Mit Wartungsvertrag landest du meist bei 30 bis 200 Euro pro Monat, ohne Vertrag bei 10 bis 30 Euro plus Stundensatz bei Bedarf.

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Zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2026