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Webdesign für Solo-Selbstständige

Kleine Website für Selbstständige, die heute online gehen will

Ein sauberer One-Pager mit Kontaktformular, mobiler Ansicht und SEO-Basis. Keine Plugin-Wüste, keine zehn Unterseiten, die niemand pflegt.

Kurz gefasst

Eine kleine Website für Selbstständige ist meist ein One-Pager oder eine Visitenkarten-Website mit drei bis fünf Abschnitten, Kontaktformular und mobiler Ansicht. Realistische Kosten liegen zwischen 500 und 2.500 Euro. Sie ist in ein bis zwei Wochen live, SEO-tauglich und ohne tiefes Technikwissen pflegbar.

Viele Selbstständige verschieben das Thema Website monatelang vor sich her. Nicht weil sie keine brauchen, sondern weil sie sich vor dem Berg an Entscheidungen drücken: WordPress oder Baukasten, eine Seite oder zehn, Texte selbst schreiben oder schreiben lassen, Fotos vom Profi oder vom Handy. Die Wahrheit ist: Für die meisten Solo-Selbstständigen reicht eine kleine, ehrliche Website völlig aus. Eine, die sagt was du machst, für wen, und wie man dich erreicht. Mehr nicht.

Das gilt für die Physiotherapeutin genauso wie für den Steuerberater, die Texterin oder den Elektriker. Ein Großteil deiner Kunden landet auf deiner Website, weil sie deinen Namen gegoogelt haben, eine Empfehlung bekommen haben oder dich nach einem Erstgespräch nochmal prüfen wollen. Diese Leute brauchen keinen Blog mit 40 Artikeln. Sie wollen in 30 Sekunden wissen, ob du der richtige Ansprechpartner bist.

Was eine kleine Website konkret enthalten sollte

Eine Visitenkarten-Website oder ein One-Pager braucht selten mehr als fünf Bausteine: Leistung, Über dich, Referenzen oder Beispiele, Kontaktformular und ein vollständiges Impressum. Alles darüber hinaus ist Beiwerk, das gepflegt werden will.

Der Leistungsteil ist der wichtigste. Schreib in zwei Sätzen, was du anbietest und für wen. Keine Floskeln wie "ganzheitliche Lösungen" oder "maßgeschneiderte Konzepte". Wer als Buchhalterin auf Handwerksbetriebe spezialisiert ist, schreibt das genau so. Das filtert die richtigen Anfragen und vertreibt die falschen, und beides spart Zeit.

Unter "Über dich" gehört ein Foto von dir, kein Stockbild von lachenden Geschäftsleuten am Konferenztisch. Drei Absätze reichen: wer du bist, was du machst, warum du das machst. Referenzen müssen keine ausgefeilten Case Studies sein. Drei Logos früherer Kunden mit deren Erlaubnis, oder zwei kurze Zitate, sind oft überzeugender als ein zehnseitiges Projekt-Portfolio.

Das Kontaktformular ist die einzige Funktion, an der du nicht sparen solltest. Name, E-Mail, Nachricht, Spam-Schutz, fertig. Wenn das Formular nicht funktioniert oder auf dem Handy bricht, verlierst du genau die Anfragen, für die die Website überhaupt existiert.

Welche Technik für welche Branche passt

Die Wahl des Systems hängt weniger von deiner Branche ab als davon, wer die Seite später pflegt und wie oft. Trotzdem gibt es Muster, die in der Praxis funktionieren.

Für klassische Dienstleister mit stabilem Angebot, etwa Steuerberater, Coaches, Handwerker oder Heilpraktiker, ist ein gut gemachter One-Pager auf WordPress oder einem statischen System (Astro, Eleventy) ideal. Du änderst vielleicht zweimal im Jahr eine Telefonnummer oder einen Preis. Ein Baukasten wie Wix oder IONOS funktioniert ebenfalls, ist aber laut w3techs.com deutlich seltener im Einsatz als WordPress, das rund 43 Prozent aller Websites weltweit antreibt.

Kreative wie Fotografen, Designer oder Illustratoren brauchen mehr visuellen Spielraum. Hier lohnt sich oft eine Portfolio-Plattform oder ein WordPress-Theme mit großzügigem Bildraster. Mobile Ansicht ist hier doppelt wichtig, weil über die Hälfte des Traffics in Deutschland inzwischen vom Smartphone kommt (siehe Statista zur Internetnutzung).

Lokale Anbieter, also Restaurants, Friseure, Werkstätten, sollten Adresse, Öffnungszeiten und Telefonnummer ganz oben platzieren. Plus einen Eintrag bei Google Business Profile, der mit der Website verknüpft ist. Das bringt für lokale Suchanfragen mehr als jede teure SEO-Kampagne.

Wer im Beratungsgeschäft mit längeren Verkaufszyklen unterwegs ist, etwa als IT-Berater oder Anwalt, sollte ein bis zwei Fachartikel ergänzen. Nicht für Google, sondern für den Moment, in dem ein potenzieller Kunde prüft, ob du wirklich weißt wovon du sprichst. Wenn du tiefer einsteigen willst, hilft mein Überblick zu Webdesign-Preisen im Vergleich.

Schnelle Umsetzung ohne dass es nach Bastelei aussieht

Eine kleine Website kann in einer bis zwei Wochen live sein, wenn du vorher die Texte und Fotos vorbereitest. Der Engpass ist fast nie die Technik, sondern die Inhalte.

Setz dich an einem Nachmittag hin und schreib die Texte als reine Word-Datei. Keine Gestaltung, kein Layout. Nur: Was biete ich an, für wen, was kostet ungefähr was, wer bin ich, wie erreicht man mich. Mach mit dem Handy fünf bis zehn Fotos: dein Arbeitsplatz, du selbst, eventuell Werkzeuge oder Produkte. Mit dieser Vorbereitung kann ein Freelancer eine kleine Website innerhalb von fünf bis sieben Werktagen umsetzen.

Wenn du es selbst machen willst, plan ein Wochenende plus drei Abende. Domain bei einem deutschen Anbieter, Baukasten-Account, Vorlage wählen, eigene Texte einfügen, Impressum und Datenschutz mit einem Generator wie e-recht24.de erstellen, Kontaktformular testen, live gehen. Wer Hilfe will: einen freelance Webdesigner beauftragen ist meist günstiger und schneller als eine Agentur-Anfrage, die zwei Wochen liegen bleibt.

Pflegbarkeit, SEO und der ehrliche Blick auf danach

Die meisten Websites scheitern nicht beim Launch, sondern danach: Drei Jahre alter Inhalt, kaputte Plugins, abgelaufene SSL-Zertifikate. Pflegbarkeit ist deshalb wichtiger als jedes Design-Detail.

Frag dich vor dem Bau: Wer ändert in zwei Jahren die Telefonnummer? Wenn die Antwort "ich" ist, muss das System für dich bedienbar sein. WordPress ist mächtig, aber pflegeintensiv. Updates, Backups, Plugin-Konflikte, alle paar Monate fällt etwas auf die Füße. Ein statischer One-Pager ist langweiliger, aber er läuft drei Jahre ohne dass jemand reinguckt. Baukästen nehmen dir die Wartung komplett ab, kosten dafür dauerhaft Monatsgebühr und du bist an den Anbieter gebunden.

SEO für eine kleine Website ist überschaubar: ein klarer Title-Tag pro Seite, eine sinnvolle Meta-Description, eine H1 mit dem zentralen Thema, alt-Texte für Bilder, eine sitemap.xml und ein Eintrag in der Google Search Console. Das deckt 80 Prozent ab. Wer lokal gefunden werden will, ergänzt strukturierte Daten für lokale Unternehmen (LocalBusiness Schema) und den Google Business Profile-Eintrag.

Rechne mit 50 bis 150 Euro im Jahr für Domain, Hosting und SSL bei einer selbst gebauten Lösung. Bei einem Baukasten eher 150 bis 350 Euro im Jahr. Wer einen Freelancer für Wartung beauftragt, zahlt zusätzlich 200 bis 600 Euro jährlich, je nach Umfang. Mehr Details zu typischen Investitionen findest du unter Website erstellen lassen Kosten.

Eine kleine Website ist kein Kompromiss. Sie ist für die meisten Selbstständigen genau das richtige Werkzeug, weil sie ehrlich abbildet, was ein Solo-Geschäft ist: eine Person, ein Angebot, ein Ansprechpartner.

Checkliste

Häufige Fragen

Was kostet eine kleine Website?

Selbst gebaut mit einem Baukasten wie Wix oder IONOS: 10 bis 25 Euro pro Monat plus Domain. Vom Freelancer umgesetzt: 500 bis 2.500 Euro einmalig für einen One-Pager bis zur kleinen Mehrseiter-Website. Agenturen starten meist bei 3.000 Euro aufwärts.

Wann braucht eine Website kein Impressum?

In Deutschland fast nie. Sobald eine Website geschäftsmäßig betrieben wird oder auch nur den Anschein erweckt, gilt §5 DDG (früher TMG) und es braucht ein vollständiges Impressum. Rein private Seiten ohne jeden geschäftlichen Bezug können ausgenommen sein, das ist aber die Ausnahme.

Welche Website für Kleinunternehmer?

Für die meisten Kleinunternehmer reicht ein One-Pager oder eine Visitenkarten-Website mit drei bis fünf Abschnitten: Leistung, Über mich, Referenzen, Kontakt. Technisch entweder WordPress, ein Baukasten wie Wix oder eine statische Lösung. Wichtiger als das System sind Klarheit, Erreichbarkeit und mobile Ansicht.

Kann ich als Einzelunternehmer eine Website haben?

Ja, ohne Einschränkung. Du brauchst lediglich ein korrektes Impressum mit deinem vollständigen Namen, deiner ladungsfähigen Anschrift und einer Kontaktmöglichkeit. Eine Umsatzsteuer-ID ist nur Pflicht, wenn du eine hast. Eine eigene Domain wie deinname.de ist günstig und wirkt seriöser als eine Baukasten-Subdomain.

Reicht ein One-Pager wirklich aus?

Für Solo-Selbstständige mit klarem Angebot fast immer. Ein One-Pager lädt schneller, ist günstiger zu bauen und einfacher zu pflegen. Wer mehr als fünf bis sechs Leistungen anbietet oder einen Blog will, fährt mit einer mehrseitigen Lösung besser.

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Zuletzt aktualisiert: 27. Mai 2026