Preismodell
Webdesign zum Festpreis: planbar von der ersten Zeile an
Ein Preis, ein Umfang, ein Liefertermin. Ohne Überraschungen am Ende des Projekts.
Kurz gefasst
Webdesign zum Festpreis bedeutet: ein Pauschalpreis für einen klar beschriebenen Leistungsumfang. Kein Stundensatz, keine offene Rechnung. Nachträge werden separat kalkuliert, sobald sie über den definierten Umfang hinausgehen. Das Modell passt gut zu Selbstständigen und kleinen Firmen mit klarem Ziel. Typische Projekte liegen zwischen 2.500 und 12.000 Euro netto.
Ein Festpreis ist keine Magie. Er ist eine Vereinbarung.
Beide Seiten wissen, was gebaut wird, was es kostet und wann es fertig ist. Genau das macht ihn attraktiv für Selbstständige und kleine Firmen, die ein Budget planen müssen und keine offene Stundenabrechnung am Monatsende sehen wollen.
Aber ein Festpreis funktioniert nur, wenn der Leistungsumfang vorher sauber steht. Sonst wird aus dem Pauschalpreis eine Diskussion.
Was ein Festpreis wirklich bedeutet
Ein Pauschalpreis ist ein fixer Betrag für einen fixen Umfang. Kein Stundensatz, keine Schätzung, keine Nachkalkulation, solange sich am Umfang nichts ändert.
Der Kern eines Festpreises ist der Leistungsumfang. Ohne den ist jede Zahl beliebig. Deshalb kommt vor jedem Angebot ein kurzes Gespräch. Ziel, Zielgruppe, Seitenanzahl, Funktionen, Inhalte, Termine. Auf dieser Basis entsteht das Angebot.
Im Festpreis stecken meist: Konzept, Design, Umsetzung im Content-Management-System, ein Basis-Setup für Suchmaschinen und der Launch. Zwei bis drei Feedbackrunden sind Standard. Bilder, Texte und Logos kommen üblicherweise von dir. Falls nicht, wird das als eigener Posten benannt.
Nicht enthalten sind Dinge, die nach dem Launch beginnen: Wartung, neue Funktionen, weitere Landingpages, Newsletter-Anbindung. Diese Leistungen laufen entweder als Nachtrag, als kleines Folgeprojekt oder als monatlicher Retainer. Wer eine sehr kleine Site sucht, findet Details unter kleine Website für Selbstständige.
Der Zahlungsplan folgt Meilensteinen. Häufig 40 Prozent bei Auftrag, 40 Prozent nach Design-Freigabe, 20 Prozent bei Launch. So bleibt das Risiko auf beiden Seiten überschaubar.
Festpreis oder Stundensatz: wann welches Modell passt
Der Festpreis gewinnt, wenn der Umfang klar ist. Der Stundensatz gewinnt, wenn er es nicht ist.
Eine Firmenwebsite mit sieben Seiten, klarer Struktur und bekannter Zielgruppe ist ein Festpreis-Projekt. Genauso eine Landingpage für ein Produkt oder ein Relaunch, bei dem die Inhalte schon existieren. Hier lässt sich der Aufwand seriös schätzen.
Anders sieht es bei offenen Fragen aus. Ein Beratungsmandat, ein Prototyp für eine neue Idee, eine individuelle Webanwendung mit ungeklärter Datenstruktur. Solche Projekte lassen sich schlecht pauschalisieren, weil niemand seriös sagen kann, wie viele Iterationen nötig sind. Ein Stundensatz zwischen 80 und 120 Euro netto ist hier ehrlicher.
Manchmal ist ein Hybrid sinnvoll. Discovery-Phase zum Stundensatz, danach Umsetzung zum Festpreis. Das schützt beide Seiten. Der Kunde zahlt nicht für eine Blackbox, der Dienstleister kalkuliert nicht ins Blaue.
Ein Warnsignal ist immer der pauschale Preis ohne Gespräch. Wer 2.900 Euro für eine Website nennt, ohne den Umfang zu kennen, verkauft ein Template. Das kann passen, ist aber kein individueller Festpreis.
Nachtraege sauber regeln, bevor sie entstehen
Nachträge sind der häufigste Konfliktpunkt bei Festpreis-Projekten. Eine klare Regel im Angebot löst das Problem, bevor es beginnt.
Ein Nachtrag ist alles, was über den vereinbarten Leistungsumfang hinausgeht. Eine zusätzliche Sprache, ein weiterer Seitentyp, ein Buchungssystem, das im Erstgespräch nicht auf dem Tisch lag. Solche Wünsche kommen in fast jedem Projekt, und das ist normal. Neue Ideen entstehen, sobald das Projekt Gestalt annimmt.
Wichtig ist der Ablauf. Der Wunsch wird beschrieben, ich schätze Aufwand und Preis, du gibst frei, dann wird umgesetzt. Kleine Nachträge unter 300 Euro laufen oft zum Stundensatz. Größere bekommen einen eigenen Mini-Festpreis mit eigenem Umfang.
Was nicht als Nachtrag zählt: Fehlerkorrekturen, kleine Textänderungen, Feintuning innerhalb der vereinbarten Feedbackrunden. Das ist Teil des Projekts.
Wer diese Trennung von Anfang an schriftlich hat, spart sich später jede Diskussion. Der Festpreis bleibt fair, weil er nicht heimlich ausgeweitet wird. Und du behältst die Kontrolle über dein Budget, weil jeder zusätzliche Euro eine bewusste Entscheidung ist.
Typische Projekte mit realistischem Preisrahmen
Ein Preisrahmen ist keine Preisliste. Er zeigt, wo sich vergleichbare Projekte einordnen, bevor der Umfang konkret wird.
Eine einzelne Landingpage mit klarer Botschaft, drei bis fünf Sektionen und einem Formular liegt zwischen 2.500 und 4.500 Euro netto. Details dazu unter Landingpage erstellen lassen.
Eine kompakte Firmenwebsite mit fünf bis sieben Seiten, WordPress als Redaktionssystem und individuellem Design landet meist zwischen 4.500 und 7.500 Euro. Enthalten sind Konzept, Design, Umsetzung, Basis-SEO und Einweisung.
Ein Relaunch einer bestehenden Website mit rund zehn bis fünfzehn Seiten, Content-Migration und neuem Design bewegt sich zwischen 7.000 und 12.000 Euro. Details unter Website-Relaunch.
Ein kleiner Shop mit überschaubarem Sortiment und einer Zahlungsart startet ab etwa 6.500 Euro. Ein individueller Auftritt mit Branding, Fotoregie und redaktionellem Konzept kann darüber liegen. Für den Vergleich der Modelle lohnt ein Blick auf Webdesign-Preise im Vergleich.
Diese Zahlen sind Anhaltspunkte, keine Garantien. Der finale Festpreis entsteht immer aus dem Gespräch, dem definierten Umfang und den Inhalten, die du mitbringst. Wer schon weiß, was er will, spart Zeit und Geld. Wer noch am Suchen ist, fährt oft mit einer Discovery-Runde besser.
So läuft ein Projekt konkret ab
Ein Festpreis-Projekt lebt von klaren Phasen. Jede Phase hat ein Ergebnis, das du siehst und freigibst.
Am Anfang steht ein kurzes Gespräch, meist 30 bis 45 Minuten. Ziel ist, deine Situation zu verstehen und einzuschätzen, ob ein Festpreis überhaupt sinnvoll ist. Manchmal ist die Antwort ehrlich: noch nicht. Dann fehlt Klarheit über Zielgruppe oder Inhalte, und ein Vorprojekt macht mehr Sinn.
Passt der Rahmen, folgt das Angebot. Ein bis zwei Seiten, klar strukturiert. Leistungsumfang, Preis, Termine, Zahlungsplan, Regelung für Nachträge. Keine versteckten Klauseln, keine Fußnoten in Zehn-Punkt-Schrift.
Nach Auftrag beginnt die Konzeptphase. Struktur, Seitentypen, grobe Inhalte. Danach Design in einem Tool wie Figma, meist erst ein Startseiten-Entwurf zur Grundsatzentscheidung. Dann Umsetzung, Testphase, Launch, Einweisung.
Der ganze Ablauf dauert bei einer typischen Firmenwebsite vier bis acht Wochen. Voraussetzung: Inhalte kommen zügig, Feedback ebenso. Wer sich einen Solo-Dienstleister sucht, findet Hintergründe unter Freelance-Webdesigner beauftragen.
Nach dem Launch ist das Projekt abgeschlossen. Was danach kommt, ist entweder Wartung, ein neues Modul oder einfach Ruhe. Ein Festpreis endet, wenn er geliefert ist. Keine offenen Rechnungen, keine Nachschläge, keine Überraschungen.
Checkliste
- Leistungsumfang schriftlich fixiert
- Seitenanzahl und Funktionen definiert
- Designrunden begrenzt und benannt
- Zahlungsplan mit Meilensteinen
- Regelung für Nachträge
- Liefertermin verbindlich
- Rechte und Dateien nach Zahlung
- Wartung optional als Retainer
Häufige Fragen
Was ist im Festpreis enthalten?
Enthalten sind Design, Umsetzung und Launch für den definierten Seitenumfang. Dazu meist zwei bis drei Feedbackrunden, ein CMS-Setup und eine Einweisung. Nicht enthalten sind laufende Wartung, neue Funktionen nach Launch und Inhalte, die du selbst lieferst.
Wann ist ein Festpreis besser als ein Stundensatz?
Ein Festpreis passt, wenn der Umfang klar ist. Also bei Landingpages, klassischen Firmenwebsites oder einem Relaunch mit bekannter Struktur. Stundensatz passt besser bei offenen Explorationen, Prototypen oder laufender Weiterentwicklung.
Wie werden Änderungswünsche abgerechnet?
Änderungen innerhalb des vereinbarten Umfangs sind drin. Alles darüber wird als Nachtrag kalkuliert, entweder als kleiner Festpreis oder zum Stundensatz. Der Nachtrag wird vor der Umsetzung schriftlich freigegeben.
Was kostet eine typische Website zum Festpreis?
Eine schlanke Website mit fünf bis sieben Seiten liegt meist zwischen 3.500 und 7.000 Euro netto. Landingpages starten ab rund 2.500 Euro. Größere Firmenauftritte mit Redaktionssystem und individuellem Design landen bei 8.000 bis 12.000 Euro.
Was passiert, wenn das Projekt länger dauert als geplant?
Solange die Verzögerung an mir liegt, ändert sich am Preis nichts. Wenn Inhalte oder Freigaben ausstehen, pausiert das Projekt. Nach einer definierten Wartezeit kann ein neuer Starttermin nötig sein.
Bekomme ich alle Dateien und Zugänge?
Ja, nach vollständiger Zahlung gehören dir Design-Dateien, Quellcode und alle Zugänge. Kein Vendor-Lock, keine versteckten Abhängigkeiten. Hosting und Domain laufen auf deinen Namen.
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Zuletzt aktualisiert: 19. August 2026