Leistung
Onlineshop erstellen lassen, ohne dich in Plattform-Debatten zu verlieren
Vom Konzept über die Technik bis zum ersten Verkauf. Direkt umgesetzt, ohne Agenturschleifen.
Kurz gefasst
Einen Onlineshop erstellen zu lassen dauert meist 6 bis 12 Wochen und kostet je nach Umfang zwischen 4.000 und 25.000 Euro. Entscheidend sind Plattformwahl (WooCommerce oder Shopify), Zahlungsanbieter, Versandlogik und ein realistischer Ablauf. Ich baue Shops schlank, wartbar und ohne unnötige Plugins, damit du danach verkaufen kannst statt Tickets zu schreiben.
Einen Onlineshop erstellen zu lassen klingt nach einer einzigen Entscheidung, ist aber eine Kette aus vielen kleinen. Plattform, Zahlungsanbieter, Versandregeln, Steuerlogik, Design, Hosting, rechtliche Texte. Jede Wahl beeinflusst die nächste, und wer die Reihenfolge durcheinanderbringt, baut zweimal.
Der häufigste Fehler ist, mit dem Design anzufangen. Das Design ist wichtig, aber es ist die Konsequenz aus Sortiment, Zielgruppe und Prozessen, nicht der Startpunkt. Wer weiß, was verkauft wird, an wen, wie versendet und wie bezahlt wird, hat die halbe Arbeit schon gemacht. Der Rest ist Handwerk.
Plattformwahl: WooCommerce, Shopify oder etwas anderes
Die Plattform bestimmt, wie flexibel du bist und wie viel du langfristig zahlst. Es gibt kein universelles Richtig, nur ein passendes Richtig für dein Geschäft.
WooCommerce ist ein Plugin für WordPress und damit Open Source. Du hostest selbst, hast volle Kontrolle über Code und Daten, und du kannst so gut wie alles anpassen. Der Preis dafür: du bist für Updates, Sicherheit und Performance verantwortlich. Für Shops mit Sonderfällen bei Steuern, B2B-Preisen, komplexen Produktvarianten oder Schnittstellen zu Warenwirtschaft ist WooCommerce oft die pragmatischere Wahl. Wer schon eine WordPress-Seite hat, spart sich außerdem einen zweiten Stack.
Shopify ist die entgegengesetzte Philosophie. Du zahlst monatlich, bekommst dafür ein gehostetes System mit hoher Zuverlässigkeit, App-Store und schnellem Start. Für klassische DTC-Marken mit einem klaren Sortiment ist das oft der schnellste Weg zum ersten Verkauf. Sobald die Anforderungen exotischer werden, etwa Rechnungskauf, gestaffelte B2B-Rabatte oder ungewöhnliche Steuerkonstellationen, wird Shopify entweder teuer über Apps oder unpraktisch.
Systeme wie Shopware oder JTL sind für den deutschen Mittelstand relevant, wenn Warenwirtschaft, Kasse und Shop eng verzahnt sein müssen. Für kleine bis mittlere Projekte ist der Overhead meist zu groß. In den meisten Fällen läuft die Entscheidung auf WooCommerce oder Shopify hinaus, und die richtige Antwort hängt am Sortiment, an den Prozessen und daran, wie viel du selbst verwalten willst.
Zahlungsanbieter und Versand: die unterschätzten Baustellen
Zahlungsanbieter und Versand sind kein Nebenkriegsschauplatz, sie entscheiden über Conversion und Betriebskosten. Hier lohnt es sich, vor der Umsetzung genau hinzuschauen.
Im deutschsprachigen Raum erwarten Käufer bestimmte Zahlarten: PayPal, Kreditkarte, SEPA-Lastschrift, oft auch Klarna oder Rechnungskauf. Wer nur Kreditkarte anbietet, verliert messbar an Conversion. Anbieter wie Stripe und Mollie decken die gängigen Methoden in einer Integration ab und ersparen dir mehrere Vertragsverhältnisse. Bei den Gebühren solltest du rechnen: 1,4 bis 2,9 Prozent plus fixe Cent-Beträge pro Transaktion sind üblich. Bei einem durchschnittlichen Warenkorb von 30 Euro und niedriger Marge ist das kein Detail mehr.
Versand ist der zweite Bereich, in dem Shops oft zu einfach starten. Realistisch brauchst du Versandzonen (Deutschland, EU, Rest), gewichts- oder wertabhängige Preise, klare Regeln für kostenlosen Versand ab Schwellwert und eine Retourenlogik. Wer ins europäische Ausland verkauft, kommt an der OSS-Regelung nicht vorbei. Umsatzsteuer wird ab dem EU-weiten Schwellwert von 10.000 Euro Nettoumsatz pro Jahr im Bestimmungsland fällig. Der Shop muss das korrekt abbilden, sonst zahlst du am Ende drauf.
Ablauf: vom ersten Gespräch bis zum Launch
Ein guter Ablauf ist linear, aber nicht starr. Es gibt eine Reihenfolge, in der Entscheidungen sinnvoll sind, weil jede Phase auf der vorherigen aufbaut.
Am Anfang steht ein Gespräch über das Geschäft: Was wird verkauft, an wen, wie oft, mit welcher Marge, welche Prozesse laufen schon, welche sollen neu entstehen. Danach folgt eine Plattform- und Architekturentscheidung, dann Wireframes und Design, dann Umsetzung und Datenpflege, dann Testphase und Launch. Ein realistischer Zeitrahmen für einen mittleren Shop sind 6 bis 12 Wochen, wobei die Wartezeiten meist nicht am Code hängen, sondern an Produktbildern, Texten und rechtlichen Klärungen.
Vor dem Launch kommt der unspektakulärste, aber wichtigste Block: rechtliche Texte, Cookie-Banner mit sauberer Consent-Logik, DSGVO-konformes Tracking, Testbestellungen mit echten Zahlungsanbietern im Live-Modus. Ich empfehle, in dieser Phase auch die Core Web Vitals zu prüfen, denn ein schneller Shop verkauft messbar besser als ein langsamer. Wenn du parallel eine Landingpage für Kampagnen brauchst, lässt sich die separat planen, siehe Landingpage erstellen lassen.
Kosten: was ein Shop realistisch kostet
Die Preisspanne für einen Onlineshop ist groß, weil "Onlineshop" alles von 30 Produkten bis zu einem B2B-Portal meinen kann. Grobe Richtwerte helfen bei der Budgetplanung.
Ein einfacher Shop auf Shopify oder WooCommerce mit Standardtheme, sauberer Konfiguration und rechtlicher Absicherung liegt zwischen 4.000 und 7.000 Euro. Ein individuell gestalteter Shop mit eigenem Design, mehreren Zahlungsanbietern, komplexerer Versandlogik und Basis-Schnittstellen liegt bei 8.000 bis 15.000 Euro. Sobald Warenwirtschaft, ERP-Anbindung, B2B-Funktionen oder mehrsprachige Varianten dazukommen, sind 15.000 bis 25.000 Euro realistisch, nach oben offen.
Dazu kommen laufende Kosten: Hosting für WooCommerce ab etwa 20 Euro monatlich, Shopify ab 36 Euro monatlich im Basisplan, Transaktionsgebühren, gegebenenfalls ein Wartungsvertrag zwischen 80 und 300 Euro monatlich. Wer diese Zahlen von Anfang an einplant, vermeidet böse Überraschungen im zweiten Jahr. Einen breiteren Überblick zu Gesamtkosten findest du unter Website erstellen lassen: Kosten.
Zusammenarbeit: warum ein Freelancer oft die pragmatischere Wahl ist
Für die meisten kleinen und mittleren Shops ist eine Agentur überdimensioniert. Ein Freelancer bringt weniger Overhead, kürzere Entscheidungswege und den direkten Draht zu dem, der tatsächlich baut.
Ich arbeite als Solo-Freelancer, was heißt: du redest mit der Person, die das Design macht, den Code schreibt und die Zahlungsanbieter einrichtet. Keine Projektleiterin, die zwischen dir und dem Team dolmetscht. Das spart Zeit und Missverständnisse. Bei größeren Projekten arbeite ich mit erprobten Partnern zusammen, aber die Verantwortung bleibt an einer Stelle.
Wenn du wissen willst, wie so eine Zusammenarbeit konkret aussieht, findest du mehr unter freelance Webdesigner beauftragen. Für regionale Projekte im Raum Fürth und Nürnberg gibt es eigene Seiten, zum Beispiel freelance Webentwickler in Mittelfranken. Der beste Startpunkt ist immer ein kurzes Gespräch, in dem wir prüfen, ob das Projekt zu dem passt, was ich gut kann. Lass uns reden.
Checkliste
- Sortimentsgröße und Produkttypen geklärt
- Plattform passt zu Steuer- und Versandlogik
- Zahlungsanbieter mit relevanten Methoden ausgewählt
- Versandzonen, Gewichte, Retourenprozess definiert
- Rechtstexte, Impressum, Cookie-Banner geprüft
- Tracking und Consent DSGVO-konform eingerichtet
- Performance-Budget für Core Web Vitals gesetzt
- Wartung und Backup-Strategie geklärt
Häufige Fragen
Was kostet es, einen Onlineshop erstellen zu lassen?
Ein kleiner Shop mit 10 bis 50 Produkten auf WooCommerce oder Shopify beginnt bei etwa 4.000 Euro. Ein individueller Shop mit eigener Gestaltung, Schnittstellen zur Warenwirtschaft und mehreren Zahlungsanbietern liegt eher zwischen 10.000 und 25.000 Euro. Details findest du im [Preisvergleich](/webdesign-preise-vergleich).
WooCommerce oder Shopify: was passt besser?
Shopify ist schneller startklar, hat monatliche Fixkosten und weniger Flexibilität. WooCommerce ist offen, individueller anpassbar und läuft auf eigenem Hosting, verlangt aber mehr Pflege. Bei komplexer Steuer- oder B2B-Logik gewinnt oft WooCommerce, bei schnellen DTC-Shops Shopify.
Wie lange dauert die Umsetzung?
Von der ersten Skizze bis zum Launch sind es meist 6 bis 12 Wochen. Kleine Shops mit Standardthema gehen in 3 bis 4 Wochen live. Was Zeit kostet, ist selten der Code, sondern saubere Produktdaten, Bilder und die Klärung von Versand- und Steuerregeln.
Welche Zahlungsanbieter sind sinnvoll?
Für den deutschen Markt gehören PayPal, Kreditkarte, SEPA-Lastschrift und Klarna zum Standard. Stripe und Mollie decken das meiste in einer Integration ab. Wichtig ist, dass die Gebühren zur Marge passen und die Anbieter die von dir gebrauchten Zahlarten wirklich abdecken.
Kann ich den Shop später selbst pflegen?
Ja, das ist der Regelfall. Produkte, Preise, Bestände und Inhalte pflegst du im Backend. Für strukturelle Änderungen, neue Templates oder Integrationen macht ein Wartungsvertrag oder punktuelle Hilfe Sinn.
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Zuletzt aktualisiert: 1. Juli 2026