Zum Hauptinhalt springen
Fürth, remote im DACH-Raum. Antwort innerhalb von 24 Stunden. Kostenloses 15-Min-Gespräch

Zusammenarbeit

Webentwickler beauftragen, ohne im Blindflug zu buchen

Was ein Webentwickler macht, worauf du bei der Auswahl achtest und was dein Projekt realistisch kostet. Klar sortiert, ohne Agentur-Nebel.

Kurz gefasst

Einen Webentwickler beauftragst du in vier Schritten: Projektumfang klären, Angebote vergleichen, Vertrag mit Festpreis oder Stundensatz schließen, Wartung regeln. Freelancer liegen meist bei 70 bis 120 Euro pro Stunde, Agenturen höher. Eine kleine Website startet ab rund 3.500 Euro, eine individuelle Webanwendung ab etwa 10.000 Euro.

Die meisten Web-Projekte scheitern nicht am Code.

Sie scheitern an unklaren Absprachen.

Wer einen Webentwickler beauftragt, kauft keine fertige Ware aus dem Regal. Er kauft Arbeitszeit, Urteilsvermögen und ein Ergebnis, das erst im Verlauf Form annimmt. Genau deshalb lohnt sich Vorarbeit. Wer den Projektumfang kennt, bekommt bessere Angebote. Wer die Rollen versteht, spart Missverständnisse. Und wer den Vertrag liest, hat später keinen Streit über Nutzungsrechte.

Diese Seite sortiert das Wichtigste.

Webdesigner oder Webentwickler: wer macht was

Der Webdesigner gestaltet, der Webentwickler baut. In kleinen Projekten macht beides oft dieselbe Person.

Der Unterschied ist schnell erklärt.

Ein Webdesigner kümmert sich um Aussehen und Führung. Layout, Farben, Typografie, Klickwege. Das Ergebnis ist ein Entwurf, meist in Figma. Noch läuft nichts im Browser.

Ein Webentwickler macht daraus funktionierenden Code. HTML, CSS, JavaScript, dazu ein CMS wie WordPress. Er denkt an Ladezeit, Formulare, Datenbank und Schnittstellen. Er sorgt dafür, dass die Seite auch auf einem alten Android-Handy sauber aussieht.

Beides greift ineinander.

Ein schöner Entwurf ohne sauberen Code bleibt ein Bild. Sauberer Code ohne Entwurf sieht aus wie ein Amtsformular.

Viele Freelancer decken beide Rollen ab. Das spart Übergaben und Reibung. Bei größeren Vorhaben trennt sich das wieder. Dann gibt es Design, Frontend und Backend getrennt, oft in einem kleinen Team.

Frag im Erstgespräch konkret nach. Wer zeichnet die Screens? Wer schreibt den Code? Wer kümmert sich um Hosting und Wartung?

Eine Person für alles bedeutet einen Ansprechpartner. Bei kleinen Budgets ist das fast immer die bessere Wahl. Mehr dazu steht unter Webentwicklung und Freelance-Webdesigner beauftragen.

Woran du einen guten Webentwickler erkennst

Referenzen, Technologie-Stack und Erreichbarkeit reichen für die Vorauswahl. Der Rest zeigt sich im ersten Gespräch.

Schau dir echte Projekte an. Live-Links, keine Bildschirmfotos. Öffne sie auf dem Handy. Prüfe Ladezeit, Menü und Kontaktformular. Das dauert zehn Minuten und sagt mehr als jede Selbstbeschreibung.

Frag nach dem Technologie-Stack. WordPress ist verbreitet und leicht zu übernehmen. Individuelle Entwicklung ist flexibler, bindet dich aber stärker an Dokumentation und Übergabe. Beides ist in Ordnung. Nicht in Ordnung ist ein Stack, den außer dem Entwickler niemand kennt.

Frag nach der Übergabe. Liegt der Code in einem Repository bei GitHub oder GitLab? Bekommst du alle Zugänge? Gibt es eine kurze Dokumentation?

Achte auf die Antwortzeit vor dem Auftrag. Sie wird nach dem Auftrag selten besser.

Ein gutes Zeichen ist Widerspruch. Ein Webentwickler, der deine Idee sofort in allen Punkten großartig findet, denkt nicht mit. Wer nachfragt, Alternativen nennt und auch mal abrät, spart dir Geld.

Der Preis ist selten Kriterium eins. Das günstigste Angebot enthält oft die wenigste Absprache. Nachträge fressen die Ersparnis dann schnell auf.

So läuft die Beauftragung ab

Vom ersten Gespräch bis zum Livegang vergehen bei einer Unternehmenswebsite meist vier bis acht Wochen. Der Ablauf ist in fast allen Projekten gleich.

Am Anfang steht ein kurzes Gespräch, oft 15 bis 30 Minuten. Es geht um Ziel, Zielgruppe, Budget und Termin. Danach solltest du eine ehrliche Einschätzung bekommen, auch wenn sie unbequem ist.

Dann folgt das Angebot. Gut ist ein Angebot, das Leistungen einzeln auflistet. Seitenanzahl, Funktionen, Anzahl der Korrekturschleifen, Zeitplan. Drei Schleifen sind üblich.

Nach der Zusage kommt die Anzahlung. Bei Freelancern sind 30 bis 50 Prozent zum Start normal. Der Rest wird nach Abnahme fällig.

Danach wird gebaut. Meist in Etappen: Struktur, Design, Umsetzung, Inhalte, Test. Du bekommst einen Zwischenstand zum Anschauen, keine Überraschung am Ende.

Vor dem Livegang steht die Abnahme. Du prüfst Funktionen, Texte, Formulare und Darstellung auf dem Handy. Mängel werden schriftlich notiert.

Am Schluss übernimmst du Zugänge, Repository und Passwörter.

Der häufigste Verzug liegt nicht beim Code. Er liegt bei Texten und Bildern, die der Auftraggeber liefern soll. Wer seine Inhalte vorher sammelt, verkürzt das Projekt spürbar.

Vertrag, Haftung und Nutzungsrechte

Ein Webprojekt ist in der Regel ein Werkvertrag: Der Entwickler schuldet ein Ergebnis, nicht nur Tätigkeit. Das steht in §631 BGB.

Der Unterschied ist praktisch relevant. Beim Werkvertrag nach §631 BGB gibt es eine Abnahme und Mängelansprüche. Beim Dienstvertrag nach §611 BGB wird Arbeitszeit geschuldet, kein Erfolg. Laufende Betreuung läuft meist als Dienstvertrag.

Vier Punkte gehören in jeden Vertrag.

Leistungsumfang

Was genau wird gebaut? Seitenanzahl, Funktionen, Sprachen, Schnittstellen. Was ausdrücklich nicht dabei ist, gehört ebenfalls hinein. Texte, Fotos und Lizenzen sind ein Klassiker.

Nutzungsrechte

Ohne Vereinbarung bleiben die Rechte beim Urheber. Geregelt ist das in §31 UrhG. Lass dir Nutzungsrechte an Design und Code schriftlich einräumen.

Haftung und Datenschutz

Für fremde Inhalte haftest du als Betreiber. Für Programmfehler haftet der Entwickler im Rahmen der Mängelhaftung. Wenn er Zugriff auf personenbezogene Daten bekommt, braucht es einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.

Zahlung und Ausstieg

Zahlungsziele, Anzahlung, Kündigungsfristen. Bei laufender Wartung ist eine Frist von einem Monat zum Quartalsende üblich.

Kosten nach Projektart und die Sache mit der Wartung

Preise hängen am Projektumfang, nicht an der Seitenzahl. Eine Landingpage liegt bei 1.000 bis 3.000 Euro, eine Webanwendung bei 10.000 Euro aufwärts.

Eine grobe Orientierung hilft beim Vergleich.

Eine einzelne Landingpage kostet meist 1.000 bis 3.000 Euro. Eine kleine Unternehmenswebsite mit fünf bis zehn Seiten liegt bei 3.500 bis 8.000 Euro. Ein Onlineshop startet bei rund 4.000 Euro und reicht bis 25.000 Euro. Eine individuelle Webanwendung mit Benutzerkonten und Datenbank beginnt bei etwa 10.000 Euro.

Stundensätze liegen bei Freelancern meist zwischen 70 und 120 Euro. Agenturen rechnen häufig mit 120 bis 180 Euro. Der Unterschied ist selten Qualität, sondern Struktur: Projektleitung, Büro, Vertrieb.

Ein Festpreis funktioniert, wenn der Projektumfang sauber beschrieben ist. Du kennst die Summe vorab. Änderungen laufen über Nachträge. Wie das konkret aussieht, zeigt die Seite Webdesign zum Festpreis.

Bei offenen Vorhaben ist der Stundensatz ehrlicher. Das gilt besonders für eine individuelle Webanwendung.

Die Wartung wird oft vergessen. Updates, Sicherheitspatches, Backups, kleine Änderungen. Realistisch sind 50 bis 200 Euro im Monat. Ohne Wartung veraltet jede Website, das gilt für WordPress besonders.

Rechne die Wartung von Anfang an mit ein. Sonst ist das Projekt nach zwölf Monaten teurer als geplant.

Lass uns reden.

Checkliste

Ziel und Projektumfang schriftlich
Drei Live-Referenzen geprüft
Technologie-Stack geklärt
Festpreis oder Stundensatz fixiert
Nutzungsrechte am Code geregelt
Zugänge und Repository übergeben
Wartung und Antwortzeiten vereinbart

Häufige Fragen

Was bedeutet beauftragen?

Beauftragen heißt, jemandem eine bestimmte Leistung gegen Bezahlung zu übertragen. Im Web-Kontext erteilst du einem Webentwickler einen Auftrag: Er schuldet dir ein Ergebnis oder eine Tätigkeit, du schuldest das Honorar. Rechtlich ist das meist ein Werkvertrag nach §631 BGB.

Was kostet es, einen Webentwickler zu beauftragen?

Freelancer liegen meist bei 70 bis 120 Euro pro Stunde, Agenturen bei 120 bis 180 Euro. Eine kleine Unternehmenswebsite kostet 3.500 bis 8.000 Euro. Eine individuelle Webanwendung startet bei etwa 10.000 Euro. Wartung liegt bei 50 bis 200 Euro im Monat.

Was ist der Unterschied zwischen Webdesigner und Webentwickler?

Der Webdesigner gestaltet Layout, Farben und Klickwege, meist in Figma. Der Webentwickler baut daraus funktionierenden Code mit HTML, CSS, JavaScript und einem CMS. Bei kleineren Projekten übernimmt oft eine Person beides.

Festpreis oder Stundensatz: was ist besser?

Ein Festpreis passt, wenn der Projektumfang klar beschrieben ist. Du kennst die Summe vorab, Änderungen laufen über Nachträge. Der Stundensatz passt bei offenen Vorhaben und laufender Weiterentwicklung. Beides lässt sich kombinieren: Festpreis für Phase eins, Stundensatz danach.

Wem gehört der Code nach dem Projekt?

Das regelt der Vertrag. Ohne Vereinbarung bleiben Nutzungsrechte beim Urheber, siehe §31 UrhG. Lass dir ein einfaches oder ausschließliches Nutzungsrecht schriftlich einräumen. Dazu gehören Quellcode, Zugänge und das Repository.

Wie lange dauert ein typisches Projekt?

Eine Landingpage ist oft in ein bis zwei Wochen fertig. Eine mehrseitige Unternehmenswebsite braucht meist vier bis acht Wochen. Individuelle Anwendungen laufen über Monate. Der größte Zeitfresser sind fehlende Inhalte, nicht der Code.

Weitere Ratgeber

Zuletzt aktualisiert: 23. September 2026